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Städtische Bau- und Abbruchabfälle und Mülldeponien in Shenzhen, China

Am 20. Dezember 2015 um 11:40 Uhr tötete ein Erdrutsch in einer der fortschrittlichsten Städte Chinas, Shenzhen, 73 Menschen und beschädigte 33 Gebäude. In Ermangelung starker Regenfälle oder Erdbeben war der Erdrutsch für viele Menschen ein unerwarteter und tiefgreifender Schock. Nach Angaben des chinesischen Ministeriums für Land und Ressourcen wurde der Erdrutsch durch den Einsturz eines riesigen Stapels von Bau- und Abbruchabfällen (CDW) ausgelöst. Mit der rasanten Urbanisierung Chinas wird vor allem in Großstädten immer mehr CDW erzeugt. Insgesamt produziert China rund 30% der weltweiten Siedlungsabfälle und davon sind etwa 40% CDW. Um Erdrutsche im Zusammenhang mit CDW zu verhindern, sollte das Volumen der auf Deponien abgelagerten Abfälle reguliert werden. Insbesondere 4-Rs-Richtlinien (reduce, reuse, Recycle and Recover) sollten umfassender und effizienter umgesetzt werden. Obwohl die Deponierung weiterhin eine wichtige Entsorgungsoption sein wird, sind ein ordnungsgemäßes Management und eine sorgfältige Überwachung von CDW dringend erforderlich, um dringende Sicherheitsprobleme zu lösen. Internationale Zusammenarbeit, der Austausch von Wissen und der Einsatz der neuesten Technologien sind erforderlich, damit ähnliche Erdrutsche in China und anderswo verhindert werden können.