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Carl Emil Pettersson

Carl Emil Pettersson war ein schwedischer Seemann, der nach seinem Schiffbruch 1904 König der Insel Tabar in Papua-Neuguinea wurde. Pettersson war eines der sechs Kinder von Carl Wilhelm und Johanna Pettersson. Auf einer Bootsfahrt im Pazifik sank Petterssons Schiff, die Herzog Johan Albrecht, am Weihnachtstag 1904 vor Tabar Island in der Provinz New Ireland. Kannibalismus war damals keine Seltenheit und obwohl Pettersson ungewöhnlich stark war, wäre er ihnen nicht gewachsen gewesen. Die Inselbewohner trugen ihn zu ihrem König, und die Königstochter verliebte sich in ihn. Schwedische Zeitungen druckten eine Reihe von Geschichten über Pettersson und seine Abenteuer. Das Geschäft lief gut und er vergrößerte sein Anwesen mit zwei Plantagen, zuerst Maragon auf der Insel Simberi und später Londolovit auf den Inseln der Lihir-Gruppe.

Pettersson respektierte die örtlichen Gepflogenheiten und zeigte sich besorgt um seine Mitarbeiter, was zu dieser Zeit ungewöhnlich war. 1922 reiste Pettersson nach Schweden, teilweise um eine neue Frau zu suchen, die sich um seine Kinder kümmern konnte. Dann traf er die anglo-schwedische Jessie Louisa Simpson; zusammen kehrten sie nach Tabar Island zurück, wo sie 1923 heirateten. Pettersson fand jedoch eine Goldlagerstätte auf Simberi Island, die er jahrelang geheim hielt. Noch heute verfügt die Tabar-Inselgruppe über eines der größten Goldvorkommen der Welt. Sein Schicksal änderte sich und Pettersson beschloss, die Insel zu verlassen. Pettersson verließ Tabar 1935, kehrte aber nie nach Schweden zurück. Carl Pettersson gilt als Inspiration für Ephraim Langstrumpf, Pippis Vater in Astrid Lindgrens Kinderserie Pippi Langstrumpf.